… ein nicht vorhandenes Emoji.

Die Freude, die es macht und mit Liebe erfüllt, wenn man die kleine Symbole ‚schreiben‘ muss.

Es ist spätabends, und wenn ich kurz vorm Lichtabdrehen nochmals eine Nachricht an meine Mama sende per SMS – nein, nicht WhatsApp oder Instagram oder E-mail oder Messenger – dann kommt immer noch eine zurück.

Es gibt auch Abende da geht es noch ein paar Mal hin und her. Da bedanken wir uns gegenseitig für die lieben Gespräche, die wir untertags hatten. Ganz selten müssen wir uns für etwas entschuldigen. Im ganz Großen und Ganzen verstehen sich meine Mama und ich unfassbar gut. Dabei sind wir nicht mal aus demselben Holz geschnitzt. 

Seit mein Vater 2018 aber in unser aller Mitte von uns gegangen ist, habe ich auch ein noch intensiveres Band zu ihr. Das Band des geteilten Verständnisses. Des geteilten Leids. Der geteilten Erfahrung über den letzten Blick meines Vaters. Aber auch das Teilen des großen Herzens, das uns alle zusammenhält.

Meine Mama hat kein Smartphone. Sie will auch keines. Ganz im Gegenteil. Sie hat ein kleines, altes, eher billiges Mobiltelefon, das sie manchmal zu nahe an die Wange hält, und man sie beim Sprechen nicht versteht. Ein Telefon, das sich ab und zu von selbst ausschaltet, weil es einfach qualitativ nicht sehr hochwertig ist, was mich dann manchmal ‚giftspritzig‘ macht, wenn ich sie dadurch nicht erreichen kann. Es hat keinen berühmten Markennamen, es hat kein Bluetooth. Keinen Internetzugang und schon gar keine Apps. Fotos macht es auch keine und es schickt und empfängt keine Emojis. Weil es keine hat.

Aber meine Mutter liebt dieses Telefon, und ich liebe sie. Die Augenblicke der Kurznachrichten, die wir uns senden, wenn wir uns ganz nahe sind, haben immer nur ein Wort:

HERZ

Manchmal sind es auch drei Worte:

HERZ ROT GROSS

Dann wissen wir ganz genau, was gemeint ist.

♥️


… a non-existent emoji.

The joy it gives and fills you with love when you have to ‚write‘ the little symbols.

It’s late in the evening and when I send one more message to my mom via SMS shortly before I turn off the lights – no, not via WhatsApp or Instagram or e-mail or messenger – there always comes one back.

There are also evenings when it goes back and forth a few times. We thank each other for the lovely conversations we had during the day. Very rarely do we have to apologize to each other for anything. On the whole, my mom and I get along incredibly well. Despite not being carved from the same block.

But since my father died in 2018, I have had an even more intense bond to her. The bond of shared understanding. Of shared suffering. The shared experience of my father’s last glance. But also sharing the immense heart that holds us all together.

My mother doesn’t have a smartphone. She doesn’t want one either. Quite the contrary. She has a small, old, rather cheap cell phone that she sometimes holds too close to her cheek and cannot be understood when she talks. A phone that switches itself off every now and then because it is simply not of very good quality, which sometimes makes me ‚a spitfire‘ when I cannot reach her because of that. It doesn’t have a famous brand name; it doesn’t have Bluetooth. No internet access and certainly no apps. It doesn’t take any photos either, and it doesn’t send or receive emojis. Because it doesn’t have any.

But my mom loves this phone, and I love her. The moments of the short messages that we send each other when we are very close always have only one word:

HEART

Sometimes there are three words:

HEART RED LARGE

Then we know exactly what is meant.

♥️

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