… eine kleine abgeschiedene Almhütte.

Wie ein erster Eindruck trügen kann.

Meine Großeltern mütterlicherseits, die in der Obersteiermark lebten, hatte für viele Jahrzehnte eine kleine Almhütte gemietet, und wir Kinder wuchsen mit diesem Kleinod auf und auch mit dem schönen Gefühl, sich einfach zurückziehen zu können mit dem Komfort des Nicht-Komforts. Damit meine ich kein fließendes Wasser, Toilette irgendwo im Wald, keine Elektrizität – also richtig schön urig.

Leider lief der Mietvertrag nach 50 Jahren aus und wurde nicht erneuert. Somit war dieses Lebensgefühl für uns inzwischen Erwachsene nun verloren gegangen. 

Mein Bruder Michael allerdings gab nicht auf, an diesem Traum festzuhalten und über Umwege und die Hilfe eines Freundes unserer Familie, gelang es ihm nach einigen Jahren Suche ein ähnliches Objekt zu mieten.

Einsam gelegen. Privatbesitz einer sehr freundlichen älteren Dame. Auf einer sehr kleinen Waldlichtung und wirklich abgeschieden in absolut ruhiger Lage.

Kurz und gut – ein Traum zum Ausspannen und Abschalten.

Wir freuten uns alle für Michael, und so lud er uns ein, die Hütte einmal zu besuchen. Einfach einmal die Lage zu genießen und in der Zukunft die eine oder andere Auszeit mit ihm dort zu verbringen.

Zu viert fuhren wir an einem Wochenende zu seiner Hütte und dort angekommen, waren wir wirklich beeindruckt von der isolierten Lage und des herrlichen Naturschauspiels rund um dieses kleine Holzgebäude. Mein Bruder stellte in seiner Begeisterung fest, dass hier sicher nie jemand vorbeikommen würde, und er dieses Plätzchen für sich hatte. 

Die Bank vor der Hüttentüre lud zum Verweilen ein und so genossen wir die Ruhe, von der mein Bruder bereits so geschwärmt hatte, das Grün der Umgebung inhalierend …

Der friedliche Moment dauerte allerdings nicht lange. Ein Auto näherte sich. Sehen konnten wir es nicht, aber hören. Wie in einer Bewegung standen wir auf und sahen über die Böschung hinunter – den Blick auf den grasüberwachsenen Forstweg gerichtet.

Nicht zu glauben. Es war die Polizei!

Wir sahen uns dann doch erstaunt an. Was konnte die Polizei denn von uns wollen – hier in dieser beneidenswerten Einöde? Der Streifenwagen fuhr direkt bis vor den Holzzaun vor der Hütte und zwei Beamte stiegen aus. Spannung. Irgendwie. Darauf waren wir nun wirklich nicht vorbereitet gewesen. 

Der Fahrer des Polizeiautos eröffnete das Gespräch.

Grüß Gott. Wir sind Ihnen bis hierher gefolgt und würden Sie gerne etwas fragen.“

Wir beantworteten den Gruß höflich und waren selbstverständlich bereit, Auskunft zu geben, sofern wir das konnten. Die Beamten waren auf der Suche nach einem Mann, der vermisst wurde und wollten wissen, ob wir ihn gesehen hätten. Es folgte eine Beschreibung und mein Vater erwähnte, dass er einen Hut am Wegesrand gesehen hatte. Schwarzer, abgetragener Filzhut. Die Beamten notierten das.

Der Beschreibung nach kannte mein Bruder den Mann als Mitarbeiter der Besitzerin der Hütte, aber nicht so gut, dass er einen Aufenthaltsort wissen würde. Sorge bereitete, dass der Gesuchte einen Brief in seiner Unterkunft hinterlassen hatte, der auf Schlimmeres schließen ließ. Wir waren alle – obwohl wir ihn nicht beziehungsweise kaum kannten, bestürzt. 

Die Beamten ließen ihre direkten Kontaktnummern und die der Zentrale für uns da und baten um Hinweise, falls uns etwas auffallen sollte. Mit der Besitzerin der Hütte waren sie bereits selbst in Kontakt. 

Schließlich fuhren die Polizeibediensteten wieder und die Ruhe kehrte zurück. Trotzdem war alles irgendwie in Grau getaucht. Wir schüttelten bestürzt den Kopf und konnten gar nicht fassen, wie schnell sich eine Stimmung ändern konnte. 

Trotzdem versuchten wir nun die Stille in uns aufzunehmen, was aber sehr kurzfristig wieder gestört wurde. Ein recht lautes Gedröhn näherte sich der Hütte auf demselben Weg, den die Polizei gerade zur Abfahrt genutzt hatte.

Ein recht großer Traktor kam den Weg entlang und erschütterte die kleine Holzhütte. Mein Bruder verließ den eingezäunten Bereich und ging dem Fahrer des Traktors entgegen. Sie tauschten ein paar Worte aus und dann kam Michael zur Hütte zurück. Anscheinend mussten einige Baumstrünke, die in der Kehre lagen, abtransportiert werden, und so hatten wir für rund 30 Minuten ein Rattern und Knattern und Kettenklirren und Dröhnen, bis die Sache erledigt war. Dann konnten wir wieder dem Vogelgezwitscher und dem Bienensummen lauschen und uns der Ruhe erfreuen.

Nachdem aber aller guter Dinge drei sind, waren wir gar nicht mehr erstaunt, als zum dritten Mal ein Gefährt vorrückte. Jetzt war es die Vermieterin der Hütte und natürlich war sie sehr besorgt um ihren Mitarbeiter. Sie hatte Michaels Auto von ihrem Almhaus gesehen, ein paar Kehren weiter unten und hatte es erst jetzt geschafft, heraufzukommen, um ihm – nun natürlich auch uns – die beunruhigende Geschichte zu erzählen und ihr Herz auszuschütten. Natürlich würden wir uns sofort melden, würde Walter – so hieß der Vermisste – irgendwo auftauchen oder sich melden.

Michaels Vermieterin verabschiedete sich wieder und fuhr dahin. 

Bei späteren Besuchen dieses stillen Plätzchens wussten wir, dass Michael recht gehabt hatte. Niemand kam hier vorbei. Nicht einmal Wanderer oder Förster. Der erste Eindruck, der uns wie ein schlechter Film vorgekommen war, war falsch gewesen. Hier sagten sich Fuchs und Hase tatsächlich friedlich gute Nacht.

Zum Glück war dieser schöne Ort auch nicht mit negativen Nachrichten verwünscht durch die Unauffindbarkeit Walters. Es hatte sich herausgestellt, dass er sich finanziell übernommen und in einem Alkohol bereicherten Zustand diesen mysteriösen Brief geschrieben hatte. Michaels Vermieterin, Walters Chefin half ihm nach einem langen Gespräch wieder auf die Beine und zurück in geordnete Bahnen

Der Idylle stand somit nichts mehr im Wege. Inzwischen haben wir schon einige Familiengeburtstage dort gefeiert, und es kommen hoffentlich noch viele dazu. Abseits von Telefonsignal, Elektrizität, fließendem Wasser und ‚Zivilisation‘. Eben einfach nur schön.


… a small, secluded alpine cabin.

How a first impression can be deceptive.

My grandparents on my mother’s side, who lived in Upper Styria, had rented a small alpine cabin for many decades and us children grew up with this gem and also with the nice feeling of simply being able to withdraw with the comfort of ‘non-comfort’. I mean no running water, the toilet somewhere in the woods, no electricity – really nice and rustic.

Unfortunately, the lease expired after 50 years and was not renewed. So, this particular lifestyle feeling had now been lost for us as adults.

My brother Michael, however, did not give up on holding on to this dream and through detours and the help of a friend of our family, he managed to rent a similar property after years of searching.

Standing alone. Privately owned by a very friendly elderly lady. In a very small forest clearing and extremely secluded in an absolutely quiet location.

In short – a dream to relax and unwind.

We were all happy for Michael and so he invited us to visit the cabin finally. Simply to enjoy the location and in the future spending some time off there with him.

One weekend the four of us drove to his cabin and when we arrived, we were really impressed by the isolated location and the wonderful natural spectacle around this small wooden building. My brother mentioned in his enthusiasm that nobody would ever come by here and that he had this place to himself.

The bench in front of the house door invited us to linger and so we enjoyed the peace and quiet that my brother had already raved about, inhaling the green of the surroundings …

The peaceful moment, however, did not last very long. Five minutes at most. A vehicle approached. We couldn’t see it yet, but we could hear it. As if in one movement, we all got up and looked over the small balcony down the embankment – our gaze directed at the grass-overgrown – obviously very seldom traveled – forest path.

Unbelievable! It was the police!

We looked at each other in astonishment. What could the police want from us – here in this enviable wasteland? The police car drove right up to the wooden fence in front of the cabin and two officers got out. Tension. Somehow. We really weren’t prepared for that.

The driver of the police car opened the conversation.

Hello there. We have followed you this far and would like to ask you something.”

Politely we answered the greeting and were of course ready to provide any information if we could. The officers were looking for a man who was missing and wanted to know if we had seen him. A description followed and my father mentioned that he had seen a hat by the side of the road. Black, worn, felt hat. The officers made a note of this. According to the description, my brother knew the man as an employee of the owner of the cabin, but not so well that he would know any possible whereabouts. There was concern that the person wanted had left a letter in his accommodation that suggested nothing good. We were all dismayed – although we hardly knew or didn’t know him.

The officers left their direct contact numbers and those of the headquarters for us and asked for information if we noticed anything. They were already in contact with the owner of the cabin.

Eventually the police left and the calm returned. Still, everything was now somehow covered in gray. We shook our heads in dismay and couldn’t believe how quickly a mood could change.

Nevertheless, we tried to take in the silence, which was disturbed again after a very short time. A very loud roar approached the hut on the same path that the police had just used to leave.

A rather large tractor came along the path and shook the little wooden house. My brother left the fenced-in area and went to meet the driver of the tractor. They exchanged a few words and then Michael came back. Apparently, some tree stumps that were lying in the band had to be removed and so we had a commotion and rattle and chain clink and roar for about 30 minutes until the job was done. Then we could again listen to the twittering of birds and the humming of bees and enjoy the peace and quiet.

All good things come in threes, so we were no longer astonished when, yet another vehicle came around. Now it was the landlady of the cabin and of course she was very worried about her co-worker. She had seen Michael’s car from her alpine house, a few switchbacks down, and had only now managed to come uphill to tell him – now of course us too – the disturbing story and pour out her heart. Of course, we would contact her immediately if Walter – that was the missing person’s name – showed up somewhere.

Michael’s landlady said her goodbyes and drove off.

On subsequent visits to this quiet place, we learned that Michael was right. Nobody came by here. Ever. Not even hikers or forest rangers. The first impression, which seemed like a bad movie, was wrong. Here he was really in the sticks.

Fortunately, this beautiful place was not cursed with negative news due to the fact that Walter had gone missing. He was found later, and it turned out that he had run into depts and had written this mysterious letter in an alcohol-enriched state. Michael’s landlady – and Walter’s boss – helped him get back on his feet after a long conversation and get back on track.

Nothing stood in the way of the idyll now. We have already celebrated a few family birthdays there, and hopefully there will be many more. Away from the phone signal, electricity, running water and ‚civilization‘. Simply beautiful.

… ein kleines Schwarzes.

Eindeutig eine Frauengeschichte.

Da stand ich nun. Mit der Nase zwar nicht an die Fensterscheibe gedrückt mit meinem 22 Jahren, aber viel fehlte nicht. Meine Augen sondierten die Auslage dieses für mich damals sündteuren Geschäftes und fanden das Objekt meiner Begierde nicht mehr. Diese Tatsache versetzte mir dieses schmerzvolle Gefühl eines soeben emotional erlittenen Magenstrudels.

War ich zu spät? Jetzt, wo ich mich endlich durchgerungen hatte, nicht nur das Geld aufzubringen, sondern auch die Courage, diesen ‚Store‘ überhaupt zu betreten, um mir einen Wunsch, ja Traum zu erfüllen? 

Das konnte nicht sein. Ich wollte es nicht glauben. Plötzlich erhaschte mich meine eigene Mimik im Spiegelbild des Schaufensters. Ich ertappte mich dabei, wie ich mir auf die Unterlippe biss. Reingard, das ist wieder mal so typisch!

Zu lange gewartet. Gelegenheit vertan. Wunschtraum aufgelöst. 

Aber so konnte ich diese gesamt geballte Mutansammlung der letzten vierzehn Tage auch nicht einfach verpulvern. Ich ballte meine Fäuste, überwand meine letzte Phobie, nicht als Kundin in dieses Geschäft zu passen, und trat durch die Tür.

Eine nette, sehr schlanke blonde Dame fragte nach meinen Wünschen.

„Wenn die wüsste!“, dachte ich nur. Schließlich beschrieb ich ihr dieses immens großartige, schnörkellose, einfach perfekte, kleine schwarze Kleid, das vor Kurzem noch in der Auslage gewesen war. Sie fragte mich, welches Fenster es war und ging schnurstracks zu meinem kleinen Schwarzen und nahm es samt Kleiderbügel, um es mir zu geben. Ich berührte den Stoff. Himmlisch. 

Die Verkäuferin zeigte mir die Umkleidekabine, und ich verschwand darin mit nur einer Hoffnung – dieses Kleid musste einfach passen! Und es passte.

Es war damals meine teuerste je getane Ausgabe, konnte es mir eigentlich nicht leisten und war einfach nur glücklich.

Wie lange dieses Glück hielt? 

Nun, abends zeigte ich es stolz meiner Mama, und sie bot an, es vor dem ersten Tragen im Feinwäscheprogramm zu waschen. Ich wies darauf hin, dass es nur per Hand gewaschen werden sollte. Sie überzeugte mich, dass es nicht notwendig sei – sie wusch alles Feine, auch ihren Seidenpulli mit diesem Programm.

Also gut. Das Kleid ging in die Feinwäsche – leicht und schön fallender Stoff, der mich schweben ließ. Heraus kam ein nasser harter unbeweglicher Brocken schwarzen Gewebes. Steif wie ein Brett und eingegangen bis auf zwei Drittel der originalen Länge und ein Drittel der Breite des Kleides.

Ich war sprachlos mit Tränen in den Augen. Ärger, Wut, Verzweiflung breiteten sich aus. Eine der seltenen echten Auseinandersetzungen mit meiner Mama. Ich war am Boden zerstört. Trotzdem versuchte sie mich zu beruhigen. Ich sollte einmal abwarten, bis das Kleid trocken war. 

Was sollte ich da denn abwarten? Dass ich es wie ein Holzscheit auf’s Feuer zum Verbrennen legen kann? Und den Geldbetrag, den ich sozusagen den Waschmaschinenabfluss hinuntergespült hatte gleich noch obendrauf aus Anzündhilfe? 

Ich wollte es nicht mehr sehen. Es dauerte gezählte drei Tage, bis das Kleid trocken war. Aber nach diesen drei Tagen kam meine Mama zu mir ins Zimmer und bewegte das Kleid, bügelfrei und trotzdem glatt und schwungvoll schön, duftig und sauber bei der Tür herein. 

Das Material hatte sich komplett zur Normalität gewandelt und erstrahlte im buntesten Schwarz, das ich je gesehen hatte.

Ich umarmte meine Mama, entschuldigte mich für meine Auswüchse der Verzweiflung der vergangenen Tage, und dass ich ihr nicht vertraut hatte. Sie und das Kleid umarmend, lernte ich, dass man nicht immer gleich verzweifeln musste, wenn etwas vermeintlich schiefgelaufen war, Geduld ein wichtiger Faktor im Verständnis von Prozessen war und ich jedenfalls jederzeit gute Figur ein meinem ersten kleinen Schwarzen machen würde. 

Es hängt nach wie vor in meinem Kleiderschrank und hat mir schon viel Freude bereitet. Jedes Mal, wenn ich es mit dem Feinwaschgang meiner eigenen Maschine gewaschen hatte, lächelte ich über die mädchenhafte Verzweiflung von damals, und wie weit ich seitdem gekommen war – in der Einschätzung materieller Wichtigkeit und tatsächlicher Werte.

Ach ja, und Mut wird belohnt.


… there was a little black dress.

Clearly a women’s story.

There I stood now. With my nose not pressed against the window at the age of 22, but not by much. My eyes examined the display of this for me very expensive business at the time and no longer found the object of my desire. This fact gave me the painful feeling of a gastric vortex that I had just suffered emotionally. 

Was I too late? Now that I had finally made up my mind not only to raise the money, but also the courage to even enter this store in order to fulfill a wish, even a dream?

It couldn’t be. I didn’t want to believe it. Suddenly I caught my own facial expression in the reflection of the shop window. I caught myself biting my lower lip. Reingard, that’s so typical. Again.

Waited too long. Missed opportunity. A dream just vanished.

But I couldn’t just waste all of this accumulation of courage over the past fourteen days that way. I clenched my fists, overcame my last phobia of not being a fitting customer of this shop, and stepped through the door.

A nice, very slim blonde lady asked how to help me.

“If only she knew!”, I just thought. Finally, I described that immensely magnificent without frills simply perfect little black dress that had recently been on display. She asked me which window it has been and went straight to my little black dress and took it to give it to me. I touched the fabric. Heavenly.

The saleswoman showed me the changing room, and I disappeared into it with only one hope – this dress just had to fit! And it did.

It was my most posh expense at the time, I couldn’t actually afford it and was just happy.

How long this happiness lasted? 

In the evening, I proudly showed it to my mom, and she offered to wash it in the delicate cycle before wearing it for the first time. I pointed out that it should only be hand washed. She convinced me that that wasn’t necessary – she washed everything fine, including her silk sweater, with this program.

All right then. The dress went into the delicate wash – light and beautifully falling fabric that made me float. The result was a wet, hard, immobile chunk of black tissue. Stiff as a board and shrunk to two thirds of the original length of the dress.

I was speechless with tears in my eyes. Anger, rage, and despair spread. One of the rare real arguments with my mom. I was devastated. Still, she tried to calm me down. I should wait until the dress was dry.

What should I wait there? That I can put it on the fire like a log to burn? And the amount of money that I had washed down the washing machine drain, so to speak, on top of that for lighting aid?

I didn’t want to see it anymore. It took a counted three days for the dress to dry. After these three days my mom came into my room and presented the dress, non-ironed, yet smooth and swinging, beautiful, fragrant and clean, through the door.

The material had completely changed to normal and shone in the most colorful black that I had ever seen.

I hugged my mom, apologizing for my excesses of desperation over the past few days and for not trusting her. Hugging her and the dress, I learned that you don’t always have to get desperate when something supposedly went wrong, that patience was an important factor in understanding processes and that I would always look good in my first little black dress.

It’s still hanging in my closet and has given me a lot of pleasure. Every time I washed it on my own machine’s delicate cycle, I smiled at the girlish desperation from back then and how far I’d come since then – in assessing material importance and actual values.

Oh yeah, and courage does pay off.

… eine Libelle namens Frido

Oder : Bereit zum Abflug

Der Tag war nach ein paar Jahren endlich gekommen, sich von seiner schützenden Larvenhaut zu befreien. Dieses hautenge Chitin-Mäntelchen war ja auch wirklich einengend. Wie sollte sich Frido da entfalten können? Zum aus der Haut fahren.

Aber jetzt war es soweit. Endlich raus und das satte Grün der Natur aufnehmen. Eine Ahnung davon war ja bereits durch den Stützpanzer zu sehen gewesen. Und all diese Geräusche. Hohe und tiefe Töne, manche machten Frido gar wieder ängstlich, und er wollte zurückklettern in die nun leere Hülle, die er hinter sich gelassen hatte. 

Es half nichts. Seine Lebenszeit als Großlibelle war gekommen. Hinaus in die Welt. 

Mann, das Entfalten war mühsam. Keine Wunder – nach so langer Zeit im Schlamm in seiner eigenen Rüstung. Ist ja richtig anstrengend. Irgendwas blendete Frido. Etwas Helles. Von oben. Da blinzelte etwas zwischen den Ästen des Baumungetüms hervor. Irgendwie war das aber auch angenehm. 

Es wurde ein wenig leichter, die Beine zu bewegen. Wow – bin ich steif. Na, das kann ja heiter werden. Das soll das Leben sein? Vielleicht hätte ich doch im Morast bleiben sollen. Da war es wenigstens kuschelig. OK, ein paar weitere Schritte. Meine Güte, der Boden ist vielleicht uneben. Alles verbiegt sich da. Aber die Farbe ist hübsch.

Plötzlich eine starke Vibration. Ein unermesslich lautes Gedröhn. Meine Güte, was ist das denn jetzt? Ein riesengroßes, schwarz-rotes Monster kam immer näher auf Frido zu. Aber seine Flügel funktionierten noch nicht. Schnell weglaufen ging auch nicht. Verdammt!

Soll es das schon gewesen sein?

Nach dem jahrelangen Ausbacken im Schlamm? Das gibt’s ja jetzt doch nicht – das Ding kam immer näher. Die Vibration eindeutig zu spüren. 

Da – rund 10 Zentimeter bevor es sich über Frido verdunkeln sollte, blieb das drachenähnliche Irgendwas direkt hinter ihm stehen. Es bewegte sich aber trotzdem etwas. Etwas Zweibeiniges. Sonderbares Wesen. Es konnte seine Beine super bewegen und sogar abbiegen. Was ist denn das jetzt? Ich muss meine Beine schneller bewegen und was ist denn jetzt mit diesen Flügeln? Sind die für irgendetwas gut oder nur luxuriöse Zierde? 

Das Wesen pflanzte sich direkt bei Frido in den Weg, also eigentlich Wiese. Der Lärm ging weiter, aber Fridos Angst schwand. Das Wesen starrte ihn nur an und klickte mit irgendwas. Einem flachen Kästchen. Klick-klick-klick und tat dann etwas, ohne Geräusch. 

Da! Endlich! Fridos Flügel waren endlich bewegbar. Irgendwie noch wie schwer. Aber beweglich. Etwas mehr Mühe jetzt! Damit ich abheben kann, dachte Frido. Ein zweites Wesen mit solchen zwei Beinen kam dazu. Irgendwas war gemurmelt worden, übertönt vom Geräusch des ursprünglichen Monsters. 

Jetzt! Na bitte! Die Flügel fingen an, vibrieren zu können und es hatte nichts mit der Vibration des Ungetüms im schwarz-roten Kleid zu tun. Das stand zwar laut, aber unbeweglich am selben Platz. Reiß Dich zusammen Frido, bald kannst Du einfach wegfliegen. Ein paar Lockerungsübungen noch und …

Frido hob ab. Ging rund 30 Zentimeter hoch. Dann nach vor. Etwas zurück. Weitere 40 Zentimeter hoch. Die zweibeinigen Wesen beäugten ihn wie ein außerirdisches Wesen.

Die Großlibelle Frido konnte nicht ahnen, was für ein Naturschauspiel es für die Erdenbürger gewesen war, ihm bei seiner Entfaltung zuzusehen. Der Zufall, diese paar Minuten miterleben zu dürfen und das Glück, Frido im Gras gesehen zu haben, bevor er vom Rasenmäher erwischt worden war, entsprach einem kleinen Wunder. 

Frido sauste dahin, sein Leben zu leben und die Zweibeiner gingen zurück zu ihren Taten. Um ein paar Fotos und Videos reicher und einer Erinnerung für sehr, sehr lange Zeit.

P.S. Wie lustig das Video ist auf Grund des Geräusches des Rasenmähers im Hintergrund zu Fridos‘ Flügelmotorstart macht es sogar unvergesslich. (zum Instagram post)


… there was a dragonfly named Frido

Or : ready to take off

After a few years, the day had finally come to get rid of its protective larval skin. This skin-tight chitin coat was really restrictive. How should Frido be able to develop? It was enough to blow his top.

But now the time had come. Finally getting out and take in the lush green of nature. An inkling of this could already be seen through the armored skin. And all these noises. High and low notes, some even made Frido fearful, and he wanted to climb back into the now empty shell that he had left behind.

It did matter now. His life as a dragonfly had come. Out into the world.

Man, it was a chore to unfold. No wonder – after so long in the mud in his own armor. It’s really exhausting. Something blinded Frido. Something bright. From above. Something peeked out from between the branches of the monster tree. But somehow that was also pleasant.

It got a little easier to move the legs. Wow – am I stiff. Well, that’ll be fun. Is that supposed to be ‚life‘? Maybe I should have stayed in the quagmire after all. At least it was cozy there. OK, a few more steps. Gosh, the ground was uneven. Everything bends here. But the color is pretty.

Suddenly a strong vibration. An immeasurably loud roar. Goodness, what’s that now? A huge, black and red monster came closer and closer towards Frido. But his wings weren’t working yet. Running away quickly wasn’t possible either. Damn it!

Is that supposed to be it already?

After years of baking in the mud? Can’t be right – the thing was getting closer and closer. Clearly the vibration got stronger.

Now – about 10 centimeters before it should darken over Frido, the dragon-like something stopped right behind him. But something moved anyway. Something two-legged. Strange being. It could move its legs very well and even bend them. What is that now? I have to move my legs faster and what about those wings now? Are they good for anything or just a luxurious ornament?

The being planted itself in Frido’s path, actually the grass. The noise continued, but Frido’s fear vanished. The being just stared at him and clicked something. A flat box. Click-click-click and then did something without making a sound.

There! At last! Frido’s wings were finally movable. Somewhat difficult. But agile. A little more effort now! So, that I can take off, thought Frido. A second being with such two legs came along. Something had been murmured, drowned out by the sound of the original monster.

Now! There you are! The wings began to vibrate, and it had nothing to do with the vibration of the monster in the black and red dress, which was loud, but still in the same place. Pull yourself together Frido, soon you can just fly away. A few more relaxation exercises and …

Frido took off. Went about a foot high. Then forward. A little back. Another foot high. The two-legged beings eyed him like an alien.

The dragonfly Frido could not have guessed what a natural spectacle it had been for the people on earth to watch him unfold. The coincidence of being able to witness these few minutes and the luck of having seen Frido in the grass before he was caught by the lawn mower was a small miracle.

Frido rushed to live his life and the humans went back to their deeds. Being a few photos and videos of him richer and a memory for a very, very long time.

P.S. How funny the video is because of the noise of the lawn mower in the background to Frido’s wing motor start, makes it actually unforgettable. (watch on IG-post)

… eine eingesparte Sekunde.

Warum mein Mann nach einer Überseereise meinen Nagellack brauchte – oder was ich als ungeduldig bezeichne.

Es gibt Menschen, die machen mich auf Grund ihrer unausgesprochen ausgeprägten Geduld schon wieder nervös. In Wirklichkeit beneide ich sie aber. Ich gehöre nicht zu diesen selbstbeherrschten Menschen. Aber eines steht fest: ich bin trotzdem geduldiger als mein Mann Mark.

Vor vielen Jahren waren wir gemeinsam unterwegs von Graz in die USA, was eher selten vorkam. Entweder reiste ich in die eine oder Mark in die andere Richtung auf Grund von Arbeit, familiären Angelegenheiten oder sonstigen Umständen, aber hier kam es, dass wir zusammen unterwegs waren. 

Es war im Frühjahr 2012, aber noch bevor wir verheiratet waren. Mark’s Mutter ging es nicht besonders gut, und wir wollten zu ihr. Die Flugverbindung war nicht ideal. Wir hatten zwei Layovers – eines in Deutschland und eines in Chicago, port of entry. 

Nach den Flügen von Graz nach Frankfurt und dann nach Chicago hofften wir, dass die Pass- und Zollkontrolle dort rasch zu bewerkstelligen sein würde, da zwar schon Zeit für den weiteren Flug nach Denver war, aber auch nicht übermäßig großzügig. Am Flughafen Chicago die Maschine verlassend, war es doch etwas schleppend, aber endlich kamen wir zur Passkontrolle.

Von hier nahm das Unheil seinen Lauf …

Da ich bereits wiederholter Male in die Staaten gereist war unter dem VWP (Visa Waiver Program) wurde ich vom im Dienst befindlichen Immigration Officer gebeten aus der Reihe zu treten, da ich mich einer genaueren Überprüfung unterziehen sollte. Wie, was jetzt? Stellte ich eine Gefahr für die Vereinigten Staaten von Amerika dar? Mark und ich sahen uns verblüfft an. „There was a red flag next to my name“ 

So saß ich nun, getrennt von Mark, der mich nicht begleiten durfte, auf den Supervisor der Einreisebehörde wartend. Wissend, dass inzwischen unser Gepäck irgendwo in einem hiesigen Gepäckbandringelspiel seine Runden drehte. Bewusst, dass wir nun unseren Anschlussflug versäumen würden. Nicht ahnend, was hier auf mich eventuell zukommen würde. Ich gähnte. Ich war müde. Da wurde ich aufgerufen. Mit Handgepäck und meinem gesamten Einreisepapierzeugs trappelte ich los und mir wurde von einer eigentlich sympathischen Officer-Lady ein Stuhl angeboten.

Ich ließ mich nieder. Es ging los.

  • Was ich hier so oft mache? – Ich reise mit meinem Verlobten.
  • Ist er Amerikaner? – Ja.
  • Warum ich so oft käme? – Ahm, ich reise mit meinem Verlobten, der Amerikaner ist?
  • Was der Grund meines Aufenthaltes sein wird? – Wir kümmern uns um seine kranke Mutter.

So ging es weiter. Alles mögliche. Zwischendurch hoffte ich, dass Mark ein Bier trinken gegangen war …Nächste Frage:

  • Ob ich mir bewusst sei, dass ich die Sozialleistungen der USA nicht ausnutzen könne?Das traf meine österreichische Seele mitten ins Schwarze

Wie jetzt? Versteh‘ ich jetzt nicht! Haben Sie mal geschaut, woher ich komme?

Das war dann mal meine Frage an die nette sympathische ihre Fragen runter arbeitende Supervisor Officer*in.

Österreich. Ich komme aus Österreich. DAS ist ein Sozialstaat. Da blecht man Länge mal Breite und Höhe in den Topf ein, ob man was braucht oder nicht. Hier ist außerdem meine Reiseversicherung, die bestätigt, dass mir alle Arztkosten samt Rückflug und Pipapo zurückbezahlt werden, falls ich in den Staaten gesundheitliche Hilfe in Anspruch nehmen muss, die ich ohnehin vorher alle selbst berappen muss.

Ich gebe zu, dass ich hier und da etwas ungeduldig war.

Aber jetzt hatte ich sie gedanklich erreicht. Sie lächelte und meinte nur, dass mein Englisch echt gut sei, und sie mir nun einen schönen Aufenthalt wünsche. Fügte aber noch eine Info hintendran – ich sollte nicht öfter als dreimal pro Jahr einreisen. Was ich ohnehin nicht vorhatte…

Etwas geschlaucht verließ ich das Szenario nach eineinhalb Stunden, was uns 4 zusätzliche Stunden kostete, da hier erst der nächste Flug nach Denver ging. Wir rechneten uns aus, dass unsere gesamte Reise dann in etwa sieben Stunden länger dauerte, da die Transportfrequenz zum Zeitpunkt der Landung in Denver dementsprechend geringer ausfiel. 

Ich war aber zu müde, um darüber nachzudenken. Als wir endlich beim Abfluggate nach Denver waren, wollte Mark nochmals seine Mutter anrufen. Und jetzt komme ich endlich zum Titel dieser Story:

Als er von diesem Anruf retour kam hatte er einen dicken, blutigen und blutunterlaufenen Finger. Keine Ahnung wie meine Reaktion war, müde an den Schalter gelehnt, unfähig mich zu rühren, aber ich musste schließlich die offensichtliche Ein-Wort-Frage stellen:

„How?“

Mark wollte auf dem Weg zurück zu mir ein paar langsameren Passagieren ausweichen, dabei hatte er einen leeren Gepäckwagen weggeschoben, der aber noch immer schwer genug war in dieser Bewegung und der Fehlstellung der Räder Marks Finger zwischen den Metallgriff des Vehikels und einem Metallgeländer mit Wucht einzuquetschen. 

Unfassbar – auf einer Reise mit 38 Stunden Gesamtzeit von Aufstehen bis Ankommen, wollte er eine oder vielleicht zwei Sekunden einsparen. Das nenne ich Ungeduld.

Mark hat sich dann für vier Monate mit meinem Haut farbenen Nagellack seinen Finger verschönert. Das Nagelbett war sehr verletzt, der Nagel war aber nie abgefallen. Es dauerte ein halbes Jahr, bis alles wieder normal war.

Und die Moral von der Geschicht‘ – quetsch Dir Deine Finger nicht. Oder zitiert:

Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren.

Ein Augenblick der Ungeduld sehr viel zerstören.

(Chinesisches Sprichwort)


… there was a second saved.

Why my husband needed my nail polish after traveling overseas or what I call impatient.

There are people who make me nervous just because of their unspoken patience. However, I actually envy them. I am not one of those self-controlled people. But one thing is certain: I am still more patient than my husband Mark.

Many years ago, we were traveling together from Graz to the USA, which was rare. Either I was traveling one way or Mark the other for work, family matters, or other reasons, but this was where we got to travel together.

It was spring of 2012, but still before we were married. Mark’s mother was not doing very well, and we wanted to see her. The flight connection was not ideal. We had two layovers – one in Germany and one in Chicago, port of entry.

After the flights from Graz to Frankfurt and then to Chicago, we hoped that the passport and customs control there would be done quickly, since there was just the right time for the further flight to Denver, but also not excessively generous. Leaving the plane at Chicago Airport was a bit slow, but we finally got to passport control.

From here the misfortune took its course …

Having traveled to the States on multiple occasions and following the VWP (Visa Waiver Program), the on-duty Immigration Officer asked me to step out of the line because I should undergo a closer inspection. What now? Did I pose a threat to the United States of America? Mark and I looked at each other in amazement. „There was a red flag next to my name.“

Well, there I sat then, separated from Mark, who was not allowed to accompany me, waiting for the immigration supervisor. Knowing that in the meantime our luggage was doing its rounds somewhere in a local baggage claim like a circle training. Aware that we would now miss our connecting flight. Not able to guess what might happen to me here. I yawned. I was tired. Then my name was called. With hand luggage and all my immigration papers, I started trotting there and was offered a chair by an actually friendly lady officer.

I sat down. It started.

  • What do I do here so often? – I’m traveling with my fiancé.
  • Is he American – Yes.
  • Why do I come so often? – Uhm, I’m traveling with my fiancé, who is American?
  • What will be the reason for my stay? – We’ll take care of his sick mother.

It went on. Everything imaginable. In between, I was hoping that Mark had gone for a beer somewhere … Next question:

  • If I am aware that I cannot take advantage of US benefits? – Now that hit my Austrian soul into the bulls’ eye.

„What right now? I don’t understand! Have you even looked where I’m from?“

That was my question to the nice, personable supervisor officer who worked down the list of her questions.

„Austria. I’m from Austria. Now THAT is a welfare state. You fork over length times width and height into the pot, whether you need something or not. Here is also my travel insurance, which confirms that I will be reimbursed all medical expenses, including the return flight and all the bells and whistles, if I have to seek health care in the United States, which I have to pay for myself beforehand anyway.

I admit that I felt a bit impatient there and then.

But I must have reached her because she smiled, said that my English was really good and that she now wished me a nice stay. But also added a piece of information afterwards – I shouldn’t enter the country more than three times a year. What I wasn’t going to do anyway …

I left the scenario a bit tired after an hour and a half, which cost us four additional hours, as the there was no earlier flight to Denver. We calculated that our entire journey would then take about seven hours longer, as the transport frequency at the time of landing in Denver was correspondingly lower.

But I was too tired to think about it. When we finally got to the departure gate in Denver, Mark wanted to call his mother again. Now I finally come to the title of this story:

When he came back from this call, he had a thick, bloody and bloodshot finger. I have no idea what my reaction was, leaning tiredly against the counter, unable to move, but I ended up having to ask the obvious one-word question:

„How?“

Mark had wanted to avoid a couple of slower passengers on the way back to me, but he had pushed away an empty baggage cart, which was still heavy enough in its movement and misalignment of the wheels to crush Mark’s fingers between the metal handle of the vehicle and a metal railing.

Incredible – on a journey with a total time of 38 hours from getting up to arriving, he wanted to save a second or maybe two. I call that impatience.

Mark then hid his black fingernail for four months with my skin-colored nail polish. The nail bed was badly injured, but the nail never fell off. It took six months before everything was back to normal.

The moral to this ‘flinger” – don’t pinch your finger. Or quoted:

A moment of patience can save you from great calamity.

A moment of impatience might destroy a lot.

(Chinese proverb)

… eine Überlebensschachtel.

Wie ich vor kurzem in meine abenteuerliche Kindheit eintauchte.

Wenn man in einer Familie aufwächst, wo Angeln ein großes Thema ist, dann lernt man dies von der Pike auf. Auch als Mädchen. 

Mein Urgroßvater war ein Angler, mein Großvater, mein Papa, sein Bruder und auch mein Bruder. Auch mein Onkel mütterlicherseits war ein passionierter Angler, und mit passioniert meine ich im Respekt für die Natur und Kreatur. So bin auch ich in großer Achtung vor der Natur aufgezogen worden und habe sehr viel und vor allem durch meinen Vater diesbezüglich gelernt. 

Ich kenne viele Blumen und Pflanzen, Pilze, Bäume, Insekten, Schlangen, Kröten, Frösche und auch Fische und kann sie bestimmen. Wenn man so aufwächst, warten auch immer und überall kleinere und größere Abenteuer.

So haben mein Bruder Michi und ich Waldhäuser gebaut – das war noch in einer Zeit, wo mir Spinnen egal waren (eines der wenigen nützlichen Tiere, die ich einfach nicht besonders mag) und ich überall mit ihm und manchmal Cousins und Cousine oder mit Nachbarkindern durch’s Dickicht schlurfte, überall Erdschmutzspuren, Kletten im langen Haar und Hautkratzer einsammelnd.

In mancher dunklen Erdhöhle einer alten Baumwurzel (wenn man klein ist, passt man da noch rein) verkrochen erzählten wir uns dann mystische Geschichten, bis wir uns kaum mehr raustrauten. Eines war unseren Eltern dabei aber immer wichtig – bei Einbruch der Dunkelheit mussten wir zuhause sein, worauf sie sich im Großen und Ganzen verlassen konnten. 

Mein Bruder ist vier Jahre älter als ich und wurde von meinem Vater gut dahin erzogen, der Beschützer zu sein – egal, was komme. Der, der auf seine kleine Schwester aufpasst und ihr diverse Handgriffe zeigt, die ihm selbst beigebracht worden waren und die man auch als Mädchen kennen musste. Wie Schnitzen zum Beispiel. Pfeil und Bogen machen aus Weidenästen und einiges mehr.

Da ich fast immer und überall dabei war, stand mir schließlich nach reiflicher Überlegung meines Bruders eine Überlebensschachtel zu.

Diese sah folgendermaßen aus:

Eine Kunststoffschachtel (wasserdicht selbstverständlich) einer seiner Märklin Z Spur Eisenbahnlokomotiven in der Größe 8 x4 x 2,5cm. Auf der Bodenseite hatte mein Bruder meinen Namen und Adresse und die Telefonnummer aufgeklebt. Damit jeder wusste, dass dies auch meine Schachtel war und natürlich, falls mich jemand damit finden sollte, man meine Familie verständigen konnte. Ich hatte schon lange nicht mehr an die alte Telefonnummer gedacht. 

  • Dann enthielt die Schachtel ein paar Streichhölzer und den Abrieb dafür – fein säuberlich ausgeschnitten. 
  • Eine Fischerschnur – um eine kleine Schraube gewickelt und mit Tixo verklebt.
  • Fischerhaken – sicher verpackt in einem kleinen Lederetui
  • Eine Filzstiftverschlusskappe gefüllt mit verschiedenen Fischerschnurbleien – das sind ganz kleine Stücke aus Blei, die man je nach Windstärke oder Intensität eines Fließgewässers anbringt, damit die Schnurspannung passt.
  • Ein Korkschwimmer für Fischen an stilllen Gewässern.
  • Dann ein kleiner Bleistift und ein paar Zettelchen. Für eine Flaschenpost, wie ich heute annehme.
  • Eine Schnur. Für – einfach alles mögliche.
  • Und ein kleiner Spiegel. Der war nicht für die Korrektur der „Klettenimhaar-Frisur“ gedacht oder ob die Erdschmutz-Kriegsbemalung noch in Takt war, sondern um – sobald die Streichhölzer ausgegangen waren – ein Feuer mit dem Lichteinfall der Sonne und etwas Brennbarem wie Stroh oder Heu oder Ähnlichem starten zu können.

Wenn ich so darüber nachdenke, überkommen mich zwei starke Empfindungen.

Die erste ist, wie abenteuerlich dies wirklich gewesen wäre oder auch sein würde, mit einer solchen Überlebensausstattung auskommen zu müssen. Heute wäre das wohl kaum mehr möglich, da es so versteckte und abgelegene Landstriche mit befischbaren Gewässern gar nicht mehr gibt, wo einem nicht innerhalb eines Tages irgendjemand begegnet.

In Kanada oder Sibirien vielleicht – aber da müsste es mich erstmal dorthin verschlagen. Außerdem hätte ich da gerne auch ein Messer oder gar Stärkeres dabei für die Verteidigung gegen Größeres als Spinnen.

Aber was mich wirklich berührt ist, diese Fürsorge, die mein Bruder, der sich selbst ein Überlebensmesser gebaut hatte, in diese kleine Schachtel gepackt hatte. Eine kleine Box mit Hilfsmitteln, um zu überleben. Durchdacht. Präzise ausgesucht, damit alles hineinpasst. Akribisch überlegt, was man da braucht, wenn man in der Wildnis verloren geht.

Eine meiner top Lieblingsgeschichten, wenn es um meine gemeinsame Kindheit mit meinem Bruder geht.


… there was a survival kit.

How I recently immersed into my adventurous childhood.

When you grow up in a family where fishing is a big thing, you learn it from scratch. Even as a girl.

My great-grandfather was a fisherman, my grandfather, my dad, his brother as well as my brother. My uncle (mother side) was also a passionate fisherman, and by passionate, I mean respect for nature and creature. So, I was brought up with great respect for wildlife and learned a lot about it, especially from my father.

I know many flowers and plants, mushrooms, trees, insects, snakes, toads, frogs, and also fish and can identify them. When you grow up like this, smaller and larger adventures always await you everywhere.

This is how my brother Michi and I built forest houses – that was back in a time when I didn’t care about spiders (one of the few valuable animals that I just don’t particularly like) and I shuffled through the thicket with him everywhere and sometimes with cousins ​​or neighbor kids, collecting dirt, burdock in my long hair and scratches on the skin everywhere.

In some dark caves of an old tree root (if you are small, you can still fit in there), we told each other mystical stories until we hardly dared to venture out again. One thing was always important to our parents – when dusk set in, we had to be at home, which they could largely rely on.

My brother is four years older than me and was raised well by my father to be the protector no matter what. The one who takes care of his little sister and shows her various knacks that he had been taught himself and that you had to know even as a girl. Like carving, for example. Making bows and arrows from willow branches and a lot more.

Since I was part of almost everything – always and everywhere and after careful consideration of my brother, I was finally entitled to a survival box.

It looked like this:

A plastic box (waterproof, of course) of one of his Märklin Z gauge railway locomotives in the size 3 x 1,5 x 1 inches. My brother had glued my name, address and phone number on the bottom side. So that everyone knew that this was my box and of course, if someone should find me with it, my family could be informed. I hadn’t thought of the old phone number for a long time.

  • Then the box contained a couple of matches and the abrasion for them – neatly cut out.
  • A fishing line – wrapped around a small screw and fixed with a Scotch tape.
  • Fishing hooks – securely packed in a small leather pouch.
  • A felt-tip pen cap filled with various fishing line leads – these are very small pieces of lead that are attached depending on the wind strength or intensity of a flowing water, so that the fishing line tension fits.
  • A cork float for fishing in calm waters.
  • Then a small pencil and a few pieces of paper. For a message in a bottle, as I assume today.
  • A string. For – just about anything.
  • And a small mirror. This was not intended for correcting the “burdock hairstyle” or whether the dirt war paint was still intact, but rather to to be able to start a fire with the light of the sun and something flammable like straw or hay or the like – as soon as the matches had run out.

When I think about it like this, two strong feelings come over me.

The first is how adventurous it really would have been or would be to have to make do with such survival equipment. Today that would hardly be possible anymore because there are no longer such hidden and remote areas with fishable waters where you don’t meet someone within a day.

Maybe in Canada or Siberia – but I would have to end up there first. I would also like to have a knife or even a something stronger for defense against anything bigger than spiders.

But what really touches me is this care that my brother, who built himself a survival knife, put in this little box. A small box with tools to survive. Thought out. Carefully selected so that everything fits. Meticulously thought about what you need when you get lost in the wilderness.

One of my all-time favorite stories when it comes to my shared childhood time with my brother.

… eine kleine Hilfe mit großer Wirkung.

Oder: Wie mir ein renommierter Zahnarzt die erste Angst genommen hat.

All jene, die meine „Es war einmal …“ – Geschichten lesen, wissen, dass ich über Umwege zu meinem heutigen Aufgabengebiet und schlussendlich Leidenschaft gekommen bin. Für diejenigen, die erst jetzt dazukommen – ich bin eigentlich gelernter Handwerker – Ledergalanteriehersteller- und Taschnermeister.

Aber nun zur Sache.

Zu den Aufgaben dieses Handwerks zählen nicht nur Design und Sonderanfertigungen von Kundenwünschen, sondern auch Reparatur und Restaurierung alter und erhaltenswerter Taschen – besonders auch Ärztebügeltaschen. Diese schönen Stücke aus vergangener Zeit, wiesen feines Handwerk, aber auch Muskel forderndes Einpassen von Bügeln auf, die fachgerecht mit feinen Nägelchen ‚verklopft‘ (ja, das ist der Fachbegriff) werden mussten, um Bügel mit Leder fix zu verbinden. 

Bei einer Restaurierung einer solchen Arzttasche musste ich Neuling also den alten Bügel abmontieren, der mit insgesamt rund 30 kleinen Nägeln mit seinem passenden Metallgegenstück verbunden war. Hierzu wurde ganz einfach ein Schraubenzieher verwendet …

Zwischen Leder und Metallteile – zart aufbiegen – SCHNAPP – Nägelchen herausgehüpft. Zwischen Leder und Metallteile – zart aufbiegen – SCHNAPP – Nägelchen herausgehüpft. Zwischen Leder und Metallteile – zart aufbiegen – AUTSCH – AUSGERUTSCHT.

OH-OH! Der Schraubenzieher steckte im Daumenballen meiner linken Hand.

Ich weiß nicht, wie groß meine Augen aufgerissen waren, aber in diesem Moment musste ich wohl einen Auf- oder Ausschrei von mir gegeben haben, da alle mich ansahen. Mitarbeiter, Chefleute, Kunden ca. 5-6 Meter entfernt von der Werkstatt.

Meine Hand schwoll in Sekundenschnelle wie ein Ballon an – kein Blut. Eigenartig. Ich kann mich genau erinnern, dass ich mir dachte: eigenartig. Ich war irgendwie anscheinend doch geschockt, und da rief meine Chefin auch schon die Rettung an. Die Hand schwoll weiter an.

Da meinte plötzlich ein älterer Herr, der Kunde bei uns war, ob er sich meine Hand ansehen dürfe. Den Schraubenzieher in Balance haltend ging ich zu ihm. Er sah sich die Hand an und meinte, dass er Zahnarzt sei und wenn ich ihm vertraue, er mir den Schraubenzieher rausziehen würde. Blicke wechselten – ja bitte.

Der nette Herr zog das Werkzeug heraus. Noch immer kein Blut. Er verzog das Gesicht. Das sei zwar dumm, meinte er, weil nun das ganze Blut sich in der Hand stauen würde – darum auch die schnelle Anschwellung, es aber keine Besorgnis gäbe. Er meinte aber auch, dass es gut sei, ins Unfallkrankenhaus geführt zu werden, da man hier nicht feststellen konnte, ob eine Sehne verletzt sei. Er meinte dann auch noch, dass es einige Zeit dauern würde, bis das geheilt sei – sogar, wenn die Sehne nicht verletzt sei – da das Blut sich zurückbilden müsse in der Hand.

Die Rettung kam. Meine Kollegin – heute beste Freundin – hatte mir inzwischen meine Habseligkeiten gebracht, und ich wurde von der Rettung ins Spital geführt. Wie oft ich mich bei dem netten Herren bedankt habe – mehr mit Blicken als mit Worten – kann ich heute nicht mehr sagen.

Meine Hand war schließlich blau und wurde verarztet, sah aus wie aus einem schlechten Zombie-Film, ich bekam eine Tetanus-Impfung und mein Krankenstand dauerte zwei Wochen.

Später habe ich dann den Namen des Zahnarztes erfragt und mich noch persönlich bedankt. Dazu bin ich extra in seine Ordination gefahren und habe ausgesuchte Schokolade vorbeigebracht (… auch Zahnärzte mögen mal was Süßes …). Er meinte, dass sei doch selbstverständlich und gar nicht notwendig.

Aber für mich war es in dem Moment meiner ersten (nicht letzten) beruflichen Verletzung ein Segen, dass er da gewesen war – und das sollte man Menschen immer wissen lassen. Manche Menschen machen einen großen Unterschied, auch wenn es für sie selbst eine Kleinigkeit ist.


Or: How a renowned dentist relieved me of my first fear.

All those who read my „Once upon a time …“ stories know that I took a detour to my current area of ​​responsibility and ultimately to my passion. For those who are only now joining – I am actually a skilled craftsman – master or leather haberdashery manufacturing and master bag maker.

But now to the point.

The tasks of this craft include not only design and custom-made products, but also the repair and restoration of old bags that are worth preserving – especially doctors’ bags. These beautiful pieces from a bygone era showed fine craftsmanship, but also muscle-demanding fitting of metal braces, which had to be professionally ‚tapped‘ with fine nails (yes, that’s the technical term) in order to fix the braces together with leather.

When restoring such a doctor’s bag, I – the greenhorn – had to remove the old bracket, which was connected to its matching metal counterpart with a total of around 30 small nails. Used for this was simply a screwdriver …

Between leather and metal parts – bend up gently – SNAP – popped out nail. Between leather and metal parts – bend up gently – SNAP – popped out nail. Between leather and metal parts – bend up gently – OUCH – SLIPPED.

OH-OH! The screwdriver was stuck in the ball of my thumb on my left hand.

I don’t know how big my eyes were, but at that moment I must have made an outcry or an uproar as everyone was looking at me. Employees, boss, customers approximately 15-20 feet away from the workshop.

My hand swelled like a balloon in seconds – no blood. Strange. I can clearly remember thinking to myself: strange. I was somehow apparently shocked after all, and then my boss called the rescue. The hand continued to swell.

Suddenly, an elderly gentleman – a customer – who was right there said and asked, whether he could take a look at my hand. Balancing the screwdriver, I walked over to him. He looked at the hand and said that he was a dentist and that if I trusted him, he would pull out the screwdriver for me. Glances exchanged – yes please.

The nice gentleman pulled out the tool. Still no blood. He made a face. That was too bad, he explained, because now all the blood would accumulate in the hand – hence the rapid swelling, but there was no concern. He also said that it would be good to be taken to the emergency room, since it was not possible to determine whether a tendon was injured here. He then added that it would take some time for it to heal – even if the tendon wasn’t injured – as the blood in the hand would have to recede.

The ambulance arrived. My colleague – now my best friend – had brought me my belongings in the meantime, and the ambulance took me to the hospital. How often I thanked the nice gentleman – more with looks than with words – I can no longer say anymore.

My hand eventually turned completely blue and got medical care, it looked like something out of a bad zombie movie, I got a tetanus shot and my sick leave lasted two weeks.

Later I asked for the name of the dentist and thanked him personally. To do this, I drove to his office and brought selected chocolates over there (… even dentists like something sweet every now and then…). He said that was his pleasure to help and not necessary at all.

But for me at the moment of my first (not the last) professional injury it was a blessing that he had been there – and you should always let people know that. Some people make a big difference, even if it’s a a little thing to them.

… ein unverschämter Anruf.

Aus Aktualität eine Geschichte, die ich loswerden will. 

Seit kurzer Zeit bin ich in ein spannendes, neues Projekt sehr involviert und ausgebucht. So habe ich gestern eine komplette Textumarbeitung für die neue Website für dieses Projekt abgegeben und an das Team abgeschickt. Für Feedback, Diskussion, Kritik – es gibt schließlich immer Raum für Verbesserung. 

Das E-mail samt Textarbeit abgeschickt, verließ ich kurz mein heimeliges Homeoffice und plauderte kurz mit meinem Mann und meinte, wie gespannt ich sei, bis der erste Anruf diesbezüglich folgen würde. Keine fünf Minuten später klingelte mein Mobiltelefon. Das überraschte mich dann doch. So schnell? 

Wie die Synapsen eben manchmal zucken, dachte ich mir – da passt den Experten dieses eher wissenschaftlichen Textes das Wording nicht. Ich nahm mein Telefon, erkannte die Nummer nicht und nahm den Anruf an.

Es war eine Frauenstimme am anderen Ende, die ich nicht kannte. Meine Körperhaltung änderte sich von Spannung auf professionelle Neugier. Dann der erste Hinweis, warum sie meine Nummer gewählt hatte.

„Wir haben eine liebe gemeinsame Bekannte, und ich sehe wie sie auf Instagram arbeiten, mir gefallen ihre Texte, und ich habe da jetzt mal eine Frage, und ich weiß nicht, wie man das mit der Schrift macht und das mit der Story … und und und.“

Ich konnte gar nicht so geschwind zuhören, wie sie sprach. Die Sprechgeschwindigkeit dieser Person war so schnell, dass mein Körper sich einmal kurz zwischen zwei Atemübungen schüttelte, die mich ruhig werden ließen. Während ich noch nachdachte, wer das sein könnte, denn den Namen hatte ich nicht verstanden, ging es weiter …

„Mir fehlt da das Menü, und ich kann da keine Schrift reinsetzen, außerdem verstehe ich nicht, wie ich was reinstellen kann, das kein Foto ist und nur Text – …“ Es ging in derselben Geschwindigkeit weiter, bis ich dann einmal sagte:

„Sagen Sie, was wollen Sie eigentlich von mir?“ 

Dann erklärte mir die „Business Stimmcoach-Dame und Moderatorin“, wie ich dann herausfand, dass sie nicht nach einer Gratisberatung Ausschau halte, aber sich auch keine ‚Social Media‘-Betreuung leisten könne, aber einfach Infos brauche, und das es ja nicht viel sei, das sie mich da frage, und welches App ich den verwenden würde, und ob ich ihr sagen könne, wie das mit der Story jetzt funktioniere, weil sie keine Texte einfügen könne und ob das am Handy liegen würde oder woran sonst …“ 130 Kilometer die Stunde Wiederholung von bereits vorbeigerauschter Wortflut. 

Ehrlich gesagt war ich anfangs überrumpelt, dann hilfsbereit, weil ich unsere tatsächlich gemeinsame Bekannte und liebe Kundin extrem schätze, aber nach mehr und mehr Fragen und Fragen verging mir sowohl die Geduld für jemand, der sich nicht zu schade war, sogar dumm rüberzukommen, um gratis Lösungen zu bekommen, als auch meine Hilfsbereitschaft inmitten eines so kaltschnäuzigen Anrufs. 

Ich arbeite gern, fair und mit viel Freude mit lieben Menschen und Kunden. Materiell reich werde ich nicht, aber ich habe menschliche Prinzipien. Leben und leben lassen, helfen in diesem Rahmen und Ausnutzern weise ich die Tür. Oder den roten Auflegeknopf des Mobiltelefons.

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich immer gerne hilfsbereit bin, beim Aufschreiben und Verrechnen meiner Arbeitszeiten freigiebig bin und mehr als oft ein offenes Ohr habe, für Menschen, die Unterstützung brauchen. Aber eines möchte ich auch sagen – ausnutzen lasse ich mich nicht mehr so leicht, und was ich noch impertinenter finde, ist, jemand anderen wie ein Schild vorzuhalten, um überhaupt gehört zu werden. Meine liebe Kundin wusste gar nichts von diesem Anruf und fühlte sich auch betrogen.

Tipp für Neulinge und unerfahrene Selbständige – definiert Eure Grenzen! Zu den verrechenbaren Stunden kommen genug nicht verrechenbare Zeiträume – die unverfrorenen Zeiten wollt Ihr Euch wirklich ersparen. 


… there was an impertinent call.

A story out of topicality that I want to share.

For a short time now, I have been very involved in an exciting new project and I am fully booked. Yesterday I submitted a complete text revision for the new website for this project and sent it to the team. For feedback, discussion, criticism – after all, there is always room for improvement.

Having sent the e-mail including text.doc, I left my cosy home office for a moment, had a short chat with my husband and said how curious I was when the first call about this would follow. Less than five minutes later my cell phone rang. That surprised me. So fast?

How the synapses twitch sometimes, I thought to myself – the wording doesn’t suit the experts of this rather scientific subject. I picked up my phone, didn’t recognize the number, and answered the call.

It was a woman’s voice on the other end that I didn’t recognize. My posture changed from tension to professional curiosity. Then the first clue as to why she had dialed my number.

“We have a dear mutual acquaintance, and I see how you work on Instagram, I like your texts, and now I have a question and I don’t know how to do that with the font and that with the story … and and and. „

I couldn’t even attempt to be able to listen to her speaking so quickly. This person’s speech rate was so fast that my body shook itself briefly between two breathing exercises that made me calm again. While I was still thinking about who it could be, because I hadn’t understood the name, it went on …

„I’m missing the menu and I can’t put any writing in there, besides, I don’t understand how I can put something in that’s not a photo and just text – …“ It went on at the same speed until I finally said:

„Tell me, what do you actually want from me?“

Then the “business voice coach and presenter” as I found out, explained to me that she wasn’t looking for free advice, but that she couldn’t afford ’social media‘ support either, but simply needed information, and there wasn’t much she asked me anyways and which app I was using, and whether I could tell her how the story worked now because she couldn’t insert any text and whether it was due to the cell phone or what else. .. 90 miles per hour repetition of the flooding of words that have already been rushed past me.

To be honest, I was taken by surprise at first, then helpful, because I really appreciate our mutual acquaintance and my dear customer, but after more and more questions and pushing requests, I lost both the patience for someone who was not too shy to even come across as stupid to get free solutions, as well as the willingness to help in the middle of such a callous call.

I like to work fair and with a lot of joy with dear people and customers. I won’t get materially rich, but I have human principles. Live and let live, help within this framework and I show the door to exploiters. Or the red hang up button on the mobile phone.

Everyone who knows me knows that I am always happy to help, that I am generous while writing down and accounting for my working hours, and that more than often I have an open ear for people who need support. But I would also like to say one thing – I am no longer so easily taken advantage of, and what I find even more impertinent is, holding up someone else’s name like a shield in order to be listened to in the first place. My dear customer did not know anything about this call and also felt cheated.

Tip for newbies and inexperienced self-employed colleagues – Define your limits! In addition to the billable hours, there are enough non-billable periods – you really want to save yourself the blatant times.

… ein Schutzengel mit Verwandtschaftsgrad.

Warum ich in Michi den besten Bruder der Welt habe.

Als ich noch ein Baby war, haben meine Eltern meinem Bruder erklärt, dass er jetzt mit vier Jahren der Große sei und jetzt mithelfen müsste, auf mich aufzupassen. Anscheinend hatten meine Eltern einen sehr überzeugenden Ton gehabt, als sie ihm das sagten, da ich, seit ich denken kann, immer in meines Bruders Schutz stand.

Er verteidigte mich gegen alles was da kommen mochte – vor nächtlichen Gespenstern und Monstern unter dem Bett. Vor Ungeheuern aus dem Fernseher und im Streit auch gegen unsere Eltern, wenn sie sich wieder mal einmischen wollten. Er baute Waldhäuser mit mir, verriet nicht, dass ich die Stichflamme bei unserem Gartenhaus mit offener Feuerstelle ausgelöst hatte, die mir fast meine langen Haare abgefackelt hätte. 

Er kümmerte sich um mich, als ich das erste Mal mit meinem Fahrrad stürzte und mein Knie aussah wie ein Schrottplatz – voll Dreck, demoliert und zerknittert in einem bunten Muster aus den Farben Blutrot, Asphaltschwärze, Eitergelb und Rollsplitgrau. 

Später holte er mich von verschiedenen Treffen ab, zu denen er mich vorher geführt hatte und das auch mal mitten in der Nacht – auf Abruf. Nach Meldung bei der „Bester Bruder der Welt – Nummer“, die 24/7 erreichbar war. 

Aber einmal kann ich mich erinnern, dass ich wirklich dieses Schutzengel – Gefühl erlebt hab‘.

Dabei hatte das gar nichts mit Unfall oder Lebensrettung oder einem ‚Gerade noch gutgegangen‘ – Ereignis zu tun. Es war einfach nur diese selbstlose, ritterliche Art, die mein Michi so an sich hat.

Ich hatte mich mit meiner Cousine für einen Fotografie-Urlaub zusammengeredet und den starteten wir in der Obersteiermark und dann Kärnten. Wir waren schon den ganzen Tag zusammen, der fotografische Teil würde aber erst am nächsten Tag beginnen. Erst war Zeit mit Tanten, Onkel und Cousins angesagt und den Großeltern.

Nach viel Geplauder und Gelächter in der Ferienzeit fielen wir Teenager schließlich doch müde ins Bett und den nächsten Morgen vergesse ich nie. Ich wachte durch ein Getuschel und Gekicher im Nebenraum auf – um 7 Uhr schon recht früh am Morgen.

Da ich nicht ausmachen konnte, worum es ging, stand ich auf und ging ins Zimmer meiner Cousine, wo auch ihre Mutter war. Sie schauten mich beide kichernd an und meinten: „Wolltest Du nicht auf einen Foto-Urlaub gehen?“ Ich nickte nur halb verschlafen und verstand die Frage nicht ganz. Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen – an alles hatte ich gedacht beim Packen, aber an meine Kamera nicht.

Wie peinlich war das denn bitte! Ich stieß einen Laut des Schockes aus. Jetzt war alles zum Vergessen. 

Da holte meine Tante meine Kamera und alles Zubehör hervor, das sie hinter sich auf der Kommode vor mir versteckt hatte. Mein Michi hatte sie ganz in der Früh von Graz in die Obersteiermark gebracht. Er muss wohl gegen 5h morgens losgefahren sein, um sich bereits wieder auf dem Heimweg zu befinden, wenn ich aufwachte. 

So richtig wie ein richtiger Schutzengel eben. Heimlich. Still. Und leise.

Ich habe den besten Bruder der Welt, weil ich mich immer auf ihn verlassen, immer auf ihn zählen kann. Keine Bitte zu viel für ihn ist. Kein Weg zu weit, keine Stunde des Tages unpassend.

Seine Berufung Schutzengel wurde mir in die Wiege gelegt. Ein Band für immer.


… there was a guardian angel with a kinship.

Why I have with Michi the best brother in the world.

When I was a baby, my parents told my brother that he was his four years now the big boy and that he had to help take care of me. Apparently, my parents had a very convincing tone when they told him this, since I have always been under my brother’s protection for as long as I can remember.

He defended me against everything that might come – from ghosts during the night and monsters under the bed. From monsters on television and in a fight against our parents, in case they tried to interfere again. He built forest houses with me, did not reveal that I had set off the darting flame near our garden house with an open fireplace that almost torched off my long hair.

He took care of me when I fell from my bike for the first time and my knee looked like a junkyard – full of dirt, demolished and crumpled in a colorful pattern of the colors blood red, asphalt black, pus yellow and gravel gray.

Later he picked me up from various meetings that he had taken me to before, sometimes in the middle of the night – on call. After dialing the „Best Brother in the World – number“, which was available 24/7.

But once I can remember that I really experienced this guardian angel feeling ‘.

This even had nothing to do with an accident, a life-saving incident or a ‘narrow escape’ – event. It was just this selfless, knightly manner that my Michi just has.

I had agreed to a photography vacation with my cousin, and we started it in Upper Styria and then Carinthia. We’d been together all day, but the photographic part wouldn’t start until the next day. First it was time to spend time with aunts, uncle and cousins ​​and the grandparents.

After a lot of chatter and laughter during the summer break, we teenagers finally fell tired into bed and I never forget the next morning. I woke up to whispering and giggles in the next room – at 7 a.m., quite early in the morning.

Since I couldn’t make out what it was about, I got up and went to my cousin’s room, where her mother was also. They both looked at me with a chuckle and my aunt said: „Didn’t you want to go on a photo vacation?“ I only nodded half asleep and didn’t quite understand the question. But then it fell like scales from my eyes – I had thought of everything when packing, but not my camera.

Gee! How embarrassing was that! I let out a sound of shock. Now I could forget the whole thing.

Then my aunt took out my camera and all the accessories that she had hidden from me behind her back on the dresser. My Michi had brought all the stuff from Graz to Upper Styria very early that morning. He must have left around 5am to be already back on the way home when I woke up.

Just like a real guardian angel. Secret. Discreet. And quiet.

I have the best brother in the world because I can always count on him, always trust in him. No request is too much for him. No way too far, no hour of the day unsuitable.

I was born with his calling being my Guardian Angel. A bond forever.

… ein zukünftiges Herzensprojekt.

Oder: wie sich Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart in einem Highlight trafen.

Seit meiner Kindheit kenne ich den Kunst- und Spruchkalender von AnnoArt Verlag in Dornbirn. Meine Mama, die ein immens großes Herz hat, hat ihn immer am selben Platz im Vorraum hängen. Ein solider Begleiter – jeden Tag und ebenso wichtig, wie andere Einrichtungsgegenstände.

An dem feinen Kalender faszinieren mich nicht nur die wirklich wunderschönen Aquarelle und die damit verbundenen und gezielt ausgewählten Zitate, sondern vor allem, dass der Erlös aus dem Verkauf an die ‚Österreichische Krebshilfe‘ und die ‚Österreichische Kinderkrebshilfe‘ geht. Jedes Jahr kommt ein, wie ich empfinde, schöner Spendenbetrag zusammen, der sicher hilft und oft in Projekten für krebskranke Menschen investiert wird.

Seit einigen Jahren beschäftigt mich die Idee der Verwirklichung eines Projektes aus eigenem Herzen. Einigen Menschen gegenüber habe ich bereits Umrisse meiner Idee unterbreitet und habe nur positives Feedback erhalten. Auf Grund der schweren Erkrankung meines Vaters und nun der Pandemie, standen meine „Hoffnungsbilder – Kunst gegen Krebs“ etwas in der Warteschleife. Unmittelbar machte es keinen Sinn in dieser ungewissen Zeit, Kontakte zu knüpfen, ohne zu wissen, wann was wie weitergehen könnte.

Doch nun hat dieses Projekt einen neuen Energieschub erhalten – wie aus heiterem Frühlingshimmel. Einer lieben Kundin – und inzwischen Freundin, wie ich das empfinde – Frau Isolde Fischer von der Greislerei habe ich vor einiger Zeit von meiner Idee erzählt. Sie hat aus privatem Grund die Galerie Hannes Mair aufgesucht und aus eigener Initiative dem Künstler erste Einblicke in das Projekt gegeben.  

Seine Reaktion auf ihre Ausführungen war einfach nur unbeschreiblich.

Hannes Mair erklärte sich sofort bereit, als mehr oder weniger erster bekannter und namhafter Maler am Projekt teilzunehmen. Ohne Wenn und Aber, ganz im Gegenteil – Tipps, Großzügigkeit, Hilfe durch Erfahrung insgesamt. Auch Isolde Fischer trug mit einer Kunstspende aus privatem Besitz bei und der Garantie des Kaufes des von Hannes Mair bereitgestellten Gemäldes, sobald es zu einer Ausstellung „Hoffnungsbilder“ kommt. 

Der Samstag, 27. März 2021 geht für mich als ein absolutes Highlight in meine persönliche Lebensgeschichte. Er hat in einer Zeit von Unsicherheit, Verzögerungen und Einschränkungen in einer Pandemie soviel Menschlichkeit, Selbstlosigkeit und auch Hoffnung auf Erfolg an die Oberfläche gebracht, in dem meine Idee gehört, nachempfunden wurde.

Das Projekt „HOFFNUNGSBILDER“ steckt noch in den Kleinkinderschuhen, aber mit dem Glauben anderer an Erfolg ist Leben zurückgekehrt in meinen Versuch, bekannte und unbekannte Künstler zusammenzubringen. Interessenten mit einem neuen Zugang zu Kunstwerken und einen Austausch auf menschlicher Ebene, in der jeder gleichwertig ist, zu generieren mit dem einen Ziel – WIN WIN WIN für alle – als Spender und Empfänger im Zusammenhang im Kampf gegen Krebs, der jeden von uns jederzeit ereilen kann.


… there was a future project of the heart .

Or: how the past and future met in the present in a highlight.

I have known the art- and quotes calendar from AnnoArt Publishing in Dornbirn since I was a child. My mom, who has an immensely big heart, always has it hanging in the same place in the anteroom. A solid companion – every day and just as important as other piece of furniture.

What fascinates me about the fine calendar is not only the really beautiful watercolor drawings and the associated and specifically selected quotes, but above all that the proceeds from the sale go to the ‚Österreichische Krebshilfe‘ (Austrian Cancer Help Association) and ‚Österreichische Kinderkrebshilfe‘ (Austrian Children Cancer Help Association). Every year, so I feel it, a nice amount of donation comes together, which certainly helps and is often invested in projects for people with cancer.

For several years I have concerned myself with the idea of ​​realizing a project from my own heart. I have already given some people the outline of my idea and have only received positive feedback. Due to the serious cancer illness of my father and now the pandemic, my „HOFFNUNGSBILDER – Art Against Cancer“ were a bit on hold. In these uncertain times, it made no immediate sense to make contacts without knowing what could go on, when and how.

But now this project has received a new energy boost – as if out of the blue spring sky. Some time ago I told a dear customer – and now a friend, as I feel about it – Ms. Isolde Fischer from the Greislerei about my idea. She went to the Hannes Mair Gallery for private reasons and gave the artist first insights into the project on her own initiative.

His reaction to what she said was just indescribable.

Hannes Mair immediately agreed to take part in the project as more or less the first respected and well-known painter. Without ifs or buts, on the contrary – tips, generosity, help from experience overall. Isolde Fischer also contributed with an art donation from private ownership and the guarantee of the purchase of the painting provided by Hannes Mair as soon as there is an exhibition “Images of Hope”.

Saturday, March 27, 2021 is an absolute highlight in my personal life story. In a time of uncertainty, delays and restrictions in a pandemic, it brought so much humanity, selflessness and hope for success to the surface, because my idea was heard and empathized with.

The project „IMAGES OF HOPE“ is still in its ‘infancy’, but with the belief of others in success, life has returned in my attempt to bring together known and unknown artists. To let interested parties join in for access to new works of art and an exchange on a human level, in which everyone is equal, with the one goal – WIN WIN WIN for everyone – as donors and recipients in the fight against cancer, which can overtake each of us at any time.

… ein verfrühter Osterhase🐰.

Wie ein felliger Türstopper mir meinen Tag rettete.

Einer dieser Tage. Wo irgendwie alles nervt und schief geht. Dabei war es gar nicht so schlimm, aber naja, trotzdem. Schließlich hat man neben der Arbeit im Büro ja noch andere Dinge zu tun wie Haushalt und so weiter.

Wenn dann das Lieblingsglas bricht, der Staubsaugersack gerade dann voll und zu wechseln ist, ich keine Geduld für unwichtige Geschichten habe, wer immer sie erzählt – zumindest momentan – und ich einfach nur in Ruhe arbeiten will, dann fällt mir auch noch der Kaffeesud schön verteilt auf den Küchenboden und Fleckerlteppich – so richtig schön in die Ritzen –, und ich könnte spucken😝, weil ich am liebsten alles hinschmeißen will, bevor ich noch die Blumen alle gegossen habe. 

Sind alle anderen wirklich diese Powerfrauen, die geradewegs durchorganisiert, immer schön geschminkt und erfolgreich alles schaukelnd ihre Arbeit machen einfach wirklich so perfekt? Kenn‘ das nur ich – diese Tage des Minimum eines 100km Laufs, bis der Kopf frei ist?

Ich glaube nicht. Denn zumindest gibt es da jemand, der das auch kennt. [ok, vielleicht wegen meiner Wenigkeit, aber doch] – und das ist Furry. Der Türstopper-Hase. Frisch gestriegelt aus der Confiserie in der Altstadt. Der hat alles wieder gleichgebügelt mit seinem verschmitzten Gesicht und treuem Näschen. Wie er das gemacht hat?

Hat sich doch glatt in den Rucksack meines lieben Mark gekuschelt, der Furry dann nach Hause getragen hat. Mitsamt einem bunten Tulpenstrauß💐.

Was gibt es mehr zu sagen? Tag gerettet❤️.

Nun, da gibt es doch etwas. Mein lieber Mark hat mir den Furry schon vor Ostern gegeben. An diese Großzügigkeit ist allerdings eine Bedingung geknüpft😳. Der Türstopper-Hase muss zu Ostern vor der Bürotür stationiert sein – denn ich bekomme ihn nur (und auch die Schokolade…😏), wenn die Homeoffice-Türe über die gesamten Osterfeiertage geschlossen bleibt. Furry ohne Hopp-Hopp-Workout. Schön stillsitzen und die Tür bewachen.

Zwangsurlaub sozusagen – Damit ich das Osterhasi dann auch mal genießen kann.

P.S. – ich arbeite ja viel am Handy, aber pst🤫 – nicht weitersagen!


… there was a premature Easter bunny🐰.

How a furry doorstop saved my day.

One of those days. Where somehow everything annoys and goes wrong. OK, it wasn’t that bad, but well, anyway. After all, besides working in the office, you have other things to do, like household chores and so on.

When my favorite glass breaks, the vacuum cleaner bag is full and needs to be changed, I have no patience for unimportant stories, whoever wants to share them, – at least for the moment – and I just want to work in peace, then the coffee brew falls nicely on the kitchen floor and the woven carpet – really nice in the cracks – and I could just spit😝 and want to leave everything behind me before I have even watered all the plants.

Are all the others really these power women, who are straight through organized, always beautifully made up and successfully rocking everything just who honestly do their work so perfectly? Do only I know these days – with a run of a minimum of 100km until my head is clear again?

I don’t think so. Because at least there is someone who knows that too. [ok, maybe because of me, but still] – and that’s Furry. The doorstop bunny. Freshly groomed from the confectionery in the old town. He has smoothed out everything again with his rascal looking face and cute nose. How did he do it?

Snuggled into my dear Mark’s backpack, who carried Furry home. Together with a colorful bouquet of tulips💐.

What more is there to say? Made my day❤️.

Well, there is something. My dear Mark gave me Furry before Easter. However, there is one condition attached to this generosity😳. The doorstop bunny has to be stationed in front of the office door at Easter – because I only get it (and the chocolate…😏) if the home office door remains closed for the entire Easter holidays. Furry without a hop-hop workout. Sit still and watch the door.

Compulsory leave, so to speak – so that I can enjoy Easter.

P.S. – I work a lot on my cell phone, but hush🤫 – don’t tell anyone!